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Was ist Alkohol?

Alkohol ist ein Naturprodukt. Er entsteht durch die Vergärung von Zucker, der beispielsweise in Früchten, Getreide oder Gemüse enthalten sind. Der Alkohol im Bier entsteht durch Vergärung von Malzzucker mit Hilfe von Hefe. Bei der Gärung entsteht außerdem die Kohlensäure im Bier. Alkohol ist ein Stoff, der Einfluss auf zahlreiche Körperfunktionen haben kann. Im Übermaß konsumiert, kann er den Bewusstseinszustand verändern.

 

Wie viel Alkohol ist im Bier?

Bier hat in der Regel einen Alkoholgehalt von etwa fünf Prozent. Je nach Stammwürzegehalt, also dem Anteil der aus dem Malz gelösten Stoffe in der noch unvergorenen Würze, kann dieser Wert variieren. Es gibt Biere, die einen deutlich höheren Alkoholgehalt haben, so genannte Stark- oder Bockbiere mit bis zu zehn Prozent und mehr. Es gibt aber auch Leichtbiere mit deutlich unter fünf Prozent Alkohol. Inzwischen gibt es auch zahlreiche alkoholfreie Biere. Damit müssen auch Autofahrer und andere Personen, die keinen Alkohol zu sich nehmen möchten, auf den Biergenuss nicht verzichten. Der Alkoholgehalt eines Bieres ist immer auf dem Etikett angegeben. Im Vergleich: Die meisten Weine haben zwischen 11 und 13 Prozent, Spirituosen wie Schnaps bis zu 40 oder auch mehr Prozent Alkohol beinhalten.

 

Wie wirkt Alkohol?

Der Alkohol gelangt über das Verdauungssystem sehr schnell in den Blutkreislauf. Es dauert nur wenige Minuten, bis er im Gehirn ankommt. Mit einem vollen Magen dauert es etwas länger. Schon mit dem ersten Schluck beginnt der Alkohol zu wirken. Er beeinflusst die Reizübertragung im Gehirn und hat damit Auswirkungen auf Stimmung und Wahrnehmung. Dabei kann dieselbe Menge Alkohol je nach Tagesform und Stimmung bei derselben Person an zwei Tagen unterschiedlich wirken.

Meist fühlt man sich zunächst euphorisiert, ist redselig und befreit von Hemmungen. Je mehr Alkohol man zu sich nimmt, desto stärker ist in der Regel dessen dämpfende Wirkung. Die Reaktion wird langsamer, das Blickfeld eingeengt, und es fällt einem schwerer, seine Bewegungen zu koordinieren oder gerade zu laufen. Wenn man viel trinkt, ändert sich die Stimmung weiter. Viel Alkohol kann melancholisch machen, aber auch aggressiv. Er kann auch zu Gedächtnislücken führen. Aber spätestens durch den Kater am nächsten Tag weiß man wieder, dass man zu viel getrunken hat.

Der Alkohol wird größtenteils wieder in der Leber abgebaut und über den Urin ausgeschieden. Ein dauerhaft zu hoher Alkoholkonsum kann zu Leberschäden und zur Abhängigkeit führen. Aber auch Rauschtrinken an einem einzigen Abend kann in einer Alkoholvergiftung mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen enden. Deshalb ist es wichtig, beim Alkoholgenuss Maß zu halten.

 

Was beeinflusst die Wirkung von Alkohol?

Nicht jeder reagiert gleich stark auf die gleiche Menge an Alkohol. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass sich der Alkohol gleichmäßig über den gesamten Flüssigkeitskreislauf im Körper verteilt, aber nicht jeder gleich viel Flüssigkeit hat. Deshalb sind entscheidende Faktoren:

 
Größe und Gewicht
Wer kleiner ist, bei dem verteilt sich die Alkoholmenge auf weniger Körpermasse. Dementsprechend ist die Wirkung größer.

 

Geschlecht
Frauen haben in der Regel einen geringeren Wasseranteil und eine geringere Enzymausstattung im Körper - dementsprechend wirkt Alkohol bei ihnen stärker als bei Männern.

 

Flüssigkeitshaushalt
Wer vorher zu wenig getrunken hat, auf den wirkt Alkohol stärker, weil dieser sich auf weniger Flüssigkeit im Körper verteilt.

 

Essen
Ein weiterer Faktor ist ausreichendes Essen. Wenn Sie mit vollem Magen Alkohol trinken, gelangt dieser langsamer in den Blutkreislauf. Aber Vorsicht: Der Alkohol wird zwar langsamer transportiert, gelangt aber dennoch in den Blutkreislauf und entfaltet seine Wirkung.

 

Wie wird Alkohol abgebaut?

So schnell Alkohol wirkt, so langsam wird er abgebaut. Die genaue Abbaugeschwindigkeit ist vom Körpergewicht, vom Geschlecht und von der aktuellen körperlichen Verfassung abhängig. Deshalb ist es schwer, generalisierbare Aussagen zu treffen. In der Regel gilt: Ein 70 Kilogramm schwerer Mann benötigt etwa drei Stunden, um 20 Gramm Alkohol (entspricht einer Flasche Bier) abzubauen, eine 60 Kilogramm schwere Frau benötigt etwa eine Stunde länger.

Übrigens gibt es keine Möglichkeit, den Alkoholabbau zu beschleunigen. Hausmittel wie Kaffee oder kalte Duschen können zwar in manchen Fällen kurzzeitig zu einer gefühlten Verbesserung führen, ändern aber nichts am Alkoholgehalt im Blut.

 

Altersgrenzen und Gesetze

Der Ausschank von Bier oder Biermischgetränken, aber auch von Wein, ist erst an Personen ab 16 Jahren erlaubt. Dies gilt in Restaurants und im Supermarkt gleichermaßen. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn die Jugendlichen in Begleitung ihrer Eltern unterwegs sind. Branntweinhaltige Getränke wie Spirituosen oder auch Cocktails dürfen erst an Volljährige ab 18 Jahren ausgegeben werden. Dies hat der Gesetzgeber festgelegt. Für diese Altersgrenzen gibt es gute Gründe: Junge Menschen haben ihre Entwicklung noch nicht abgeschlossen. Beispielsweise hat die Leber, die für den Abbau von Alkohol im Blut zuständig ist, noch nicht ihre volle Leistungsfähigkeit erreicht und kann viel leichter geschädigt werden als bei Erwachsenen.

 

Deshalb sollte auf eine strikte Einhaltung der Altersgrenzen geachtet werden. Hierfür setzen wir uns ein – zusammen mit dem Deutschen Brauer-Bund in der Kampagne „Bier? Sorry. Erst ab 16.“

 

 

Auch dem übermäßigen Alkoholkonsum in Gaststätten schiebt der Gesetzgeber einen Riegel vor. So ist es laut Gaststättenrecht nicht erlaubt, Alkohol an erkennbar Betrunkene auszugeben.

 

Schädliche Langzeitwirkungen

Ein dauerhafter Konsum von übermäßig viel Alkohol kann zu schweren gesundheitlichen Schäden führen. Zu viel Alkohol schädigt unter anderem die Leber und kann bei chronischem Alkoholmissbrauch langfristig zu einer nicht mehr heilbaren Leberzirrhose führen. Darüber hinaus steigt mit dauerhaftem Alkoholmissbrauch auch die Gefahr anderer Krankheiten, wie beispielsweise bestimmter Krebsarten oder Herzkrankheiten.

Alkohol kann abhängig machen. Alkoholabhängige bekommen Entzugserscheinungen, wenn sie keinen Alkohol trinken. Alkoholismus hat meist nicht nur schwere gesundheitliche Folgen, sondern wirkt sich oft auch negativ auf persönliche Beziehungen und den Beruf, also letztlich auf das gesamte Lebensumfeld aus.

 

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